#flashback | Unverhofft kommt oft.

babyshower

Es ist Flashback-Friday. Aus diesem Anlass gibt es jede Woche einen Einblick in meinen privaten Instagram-Account, verbunden mit einer kleinen Anekdote.

Ha! Das hatte ich mir so gedacht. Eigentlich bin ich fest davon ausgegangen, ich würde um den gehypten Trend namens „Baby Shower Party“ herum kommen. Doch ich hatte die Rechnung ohne meine liebsten Arbeitskolleginnen gemacht. Die haben nämlich meine Freunde ins Boot geholt, meinen Mann eingeweiht, unter einem Vorwand aus der Wohnung verbannt und diese dann in einen kitschig, quietsch-bunten Babyparty-Tempel verwandelt. Da ich von alldem natürlich nichts wusste, bin ich an jenem Dienstagabend nach meiner Yogastunde seelig nach Hause geschwebt. Schwanger wie ich war, hatte ich mir auch noch einen Döner auf dem Rückweg geholt – macht ja auch ganz schön viel Hunger, so ein kleiner Passagier an Board des Mutterschiffs.

Im Treppenhaus kam mir ein verwirrt wirkender Pizzalieferant entgegen. Er hatte zwei große, leere Taschen und schaute mich argwöhnisch an. Ich ihn ebenfalls. Kurz dachte ich, es ist vielleicht ein Einbrecher, der sich verkleidet hat und unverrichteter Dinge davonziehen musste. Während ich noch darüber sinnierte, kam ich an der Wohnungstür an. Ich schloss auf und dann PENG! „Überraschung“ dröhnte es in meinen Ohren, das Licht ging an und aus allen Ecken sprangen mir die freudestrahlenden Ladies entgegen. Ich hingegen stand wie versteinert da, hielt mich an meinem Döner fest und schämte mich ein bisschen für die geplante, sündige Abendmahlzeit. Doch dann fiel mein Blick auf einen rund 15qm großen Pizzateppich, der sich im Wohnzimmer ausgebreitet hatte. Das erklärte natürlich den leicht verstörten Lieferanten. Wie ich im Nachhinein erfuhr, kam der nämlich viel zu früh und hätte damit fast die Überraschung versaut.

Nach dem ersten Schockmoment – ich bin fest überzeugt, dass mit solchen Aktionen schon Geburten eingeleitet wurden – wurde es richtig gemütlich. Also die Art von Gemütlichkeit, die eben bei einem Mädelsabend entsteht. Es gab eine riesige Windeltorte und großartige Geschenke, ein Babybody wurde bemalt und ich musste mit verbundenen Augen Babybrei-Sorten erkennen. Eben alles das, was dazugehört zu so einer Party. Und so saß ich nun auf meiner ersten „Baby Shower“, die gleichzeitig noch meine eigene war und realisierte, dass das alles wirklich passierte.

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