Not just mom.

notjustmom

Liebe Konfettiherzen,

in letzter Zeit ist nicht viel passiert auf dem Blog. Denn tatsächlich war ich in den vergangenen Tagen „nur“ Mama. Das Baby war krank, das Baby bekam Zähnchen, das Baby wollte wieder mehr stillen, das Baby wollte nicht schlafen. Das alles gehört dazu, wenn man sich dafür entscheidet, eine Familie zu gründen. Dennoch hat mich diese Phase in eine tiefe Sinnkrise gestürzt. Wahrscheinlich hat der Schlafmangel dann noch sein Übriges getan. Denn wir alle wissen: Nach müde kommt doof. Und das heißt eben nicht nur, schusselig und vergesslich zu sein, sondern körperlich und seelisch erschöpft, unausgeglichen, leicht reizbar. So will ich nicht sein. Schon garnicht als Mama. Und so bin ich auch nicht. Nicht als Frau, nicht als Partnerin, nicht als Kollegin.

Obwohl ich das weiß, beschleichen mich immer mal wieder die Selbstzweifel. Sobald das eigentlich pflegeleichte Baby ein bisschen aus der Reihe tanzt, bin ich ganz sicher: Alles meine Schuld. Zu viel verwöhnt, zu viel gestillt, zu gutmütig. Gleichzeitig habe ich dann ein schlechtes Gewissen, weil es sich so anfühlt, als wären meine eigenen Ansprüche und Bedürfnisse nach neun Monaten Elternzeit zu hoch.

Zum Glück habe ich aber ein starkes Umfeld an Familie und Freunden, die mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Durch sie begreife ich ganz schnell, dass es eben nicht an mir liegt, wenn es mal nicht so läuft. Und dass der Job als Mama einer der härtesten ist. Denn man kann nichts planen, nur bedingt steuern und immer wenn man denkt, sich auf einen Rhythmus eingespielt zu haben, dann stellt sich alles wieder um. Deshalb ist es auch kein Jammern auf hohem Niveau, sondern völlig nachvollziehbar, wenn der Akku mal leer ist.

Die Verantwortung aber bleibt. Und sie wird nicht mehr gehen. Ich kann nicht einfach die Tür zumachen und mein altes Leben, mein altes Selbstvertrauen und meine Freiheiten zurückhaben. Ich muss meine neue Rolle akzeptieren lernen und verstehen, dass sie nun zu mir gehört. Aber eben nicht nur.

In den vergangenen Wochen habe ich mich viel ausgetauscht mit anderen Müttern. Und ich sage euch: Es geht (fast) allen genauso. Da müssen wir durch. Das macht uns stark. Aber bis dahin ist es ein langer Weg mit noch längeren Nächten, vielen Tränen und ganz grundsätzlichen Fragen, die im Kopf herum schwirren.

Was hilft, ist genau diese Gewissheit, nicht alleine zu sein. Und nicht ausschließlich Mama. Sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen, Zielen und Leidenschaften, die nicht plötzlich verschwinden, sobald man eine Familie gründet. Es gibt so unendlich viele Frauen, die es schaffen, neben ihrer Mutterrolle großartiges zu leisten. Die dennoch als Freundin immer ein offenes Ohr haben, die eigene, kleine Projekte ganz groß rausbringen und die es schaffen, mit ihrer umwerfenden Ausstrahlung, die Welt zum leuchten zu bringen.

Deshalb möchte ich unter dem Hashtag #notjustmom ganz viele Mamas vereinen. Mamas, die für ihre Familien alles geben und darüber hinaus noch so viel mehr sind und geben. Teilt dieses Bild und verlinkt Mamas, die euch inspirieren. Sagt ihnen, was sie so besonders macht!

Ich freue mich auf tolle Geschichten, die Mut machen. Oder einfach nur Balsam sind für die etwas geschundene Mama-Seele. Wir werden alle unseren Weg gehen. Wir müssen nur an uns glauben.

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