Weihnachtsgedanken.

Weihnachtsgedanken

Wahnsinn. Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Schon wieder ein Jahr, in dem sich die ersten Vorläufer von Weihnachten bereits ab September in den Supermarktregalen eingefunden hatten. Schon wieder ein Jahr, in dem der Adventskranz zu früh geschmückt und Weihnachtslieder geschmettert wurden. Und schon wieder ein Jahr, in dem ich trotz langer Vorfreude die Geschenke erst heute morgen verpackt habe. Man soll Traditionen ja pflegen.

Und doch, wenn auf den ersten Blick alles genauso zu sein scheint, wie in den Jahren davor, so ist diesmal etwas anders. Denn ich kann sagen: In diesem Jahr habe ich den Sinn von Weihnachten verstanden.

Die Geschichte, die dieses Fest erzählt, ist ein Stück weit meine eigene geworden. Wir haben ein Kind bekommen. Und erst dadurch ist sie nun greifbar, diese besondere, unendlich tiefe Liebe, die nur Eltern zu fühlen vermögen. Das große Glück und die Hoffnung, die ein solches Ereignis mit sich bringt. Und die unfassbar große Verantwortung, die auf unseren Schultern lastet.

All diese Gefühle trafen mich mit voller Wucht. So sehr, dass sich meine Welt in ihren Grundfesten verändert hat. Sie ist nicht mehr dieselbe. Und genauso ist das mit Weihnachten.

Klar, die Geschichte dahinter ist mir geläufig, lesen wir sie doch jedes Jahr unterm Baum. Doch ist mir noch nie bewusst geworden, was sie wirklich für uns und unser Leben bedeuten kann. Unabhängig davon, ob wir daran glauben oder nicht.

Unter einfachsten Verhältnissen hat das Christuskind die Welt erblickt und für einen Moment angehalten. Über Bethlehem leuchtete ein heller Stern, der den Menschen den Weg zur Krippe weisen sollte. Und genau wie dieser Stern funktioniert Weihnachten. Das Fest ist wie ein Licht, ein Spot, gerichtet auf das, was wirklich zählt und wonach wir streben sollten. Es gibt die Richtung vor. Weg vom Alltag mit all seinen Sorgen, hin zum Kind.

Das kann das innere Kind sein, das in jedem von uns steckt und sich genau nach den Dingen sehnt, die uns am Leben halten: Liebe, Geborgenheit, Jemand, der uns zuhört. Und das können die eigenen Kinder sein, deren Augen wir an Weihnachten zum Leuchten bringen wollen.

Egal, wie erwachsen wir auch sein müssen im ewigen Trott zwischen Arbeit, Pflichten und Lasten, diese Zeit im Jahr lässt uns zurück reisen. Zurück in unsere Kindheit. In eine Zeit voller kleiner und großer Wunder. In eine Zeit, in der dem Weihnachtsfest ein ganz besonderer Zauber inne wohnte.

Die Erinnerungen von damals sind ein Gefühl, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Und auch wenn ich es nicht beschreiben kann, möchte ich, dass mein Kind eben genau dieses Weihnachtswunder mit all seinen Facetten erleben kann. Jahr für Jahr, bis es seinen eigenen kleinen Erinnerungsschatz gefüllt hat. Und dann auch als Erwachsener daraus schöpfen kann.

Weihnachten und seine Geschichte zeigen uns, wie wichtig es ist, den Blick auf das Wesentliche zu richten. Auf unsere Kinder. Die, die selbst noch in uns stecken und hin und wieder etwas Beachtung verdient haben. Und die, denen wir selbst das Leben geschenkt haben.

Lasst uns gemeinsam Kind sein, Kerzen anzünden, Geschenke auspacken, singen und tanzen. Lasst uns „echt“ sein. Lasst uns Erinnerungen lebendig machen und neue schaffen. Das, das ist der Sinn von Weihnachten.

Ich wünsche euch allen ein tolles Fest! Danke für eure Unterstützung, die lieben Worte und Geschichten.

Euer Konfettiherz

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